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Forschung aktuell: Wie entsteht ein Hypophysentumor?
Wissenschaftler konnten Ursachen der Tumorentstehung zum Teil aufklären. Doch vieles liegt noch im Dunkeln.
Die Entstehung eines Tumors der Hirnanhangsdrüse ist ein sehr komplizierter Prozess. Die Ereignisse, die am Anfang dieses Prozesses standen, liegen bei der Entstehung der Tumore Jahre, manchmal Jahrzehnte zurück.
Am Anfang steht eine einzige Zelle
Man geht heute davon aus, dass der Auslöser der Entstehung eines Tumors in der Veränderung des Erbmaterials einer einzigen Zelle zu suchen ist, also innerhalb der kleinsten lebensfähigen Einheit des Körpers. Eine solche Veränderung oder "Mutation" kann unterschiedliche Gründe haben: ein ständiger "Beschuss" durch Hormone beispielsweise oder einfach nur Zufall. Solche Mutationen werden in der Regel nicht weitervererbt, da sie nur innerhalb der Zelle bzw. Drüse auftreten. Mediziner kennen allerdings auch seltene Fälle, bei denen Veränderungen an die Kinder weitergegeben werden.

Der Tumor wächst
Aus dieser einen, veränderten Zelle wächst im Lauf der Zeit der Tumor heran. Dabei teilt sich die eine, krankhaft veränderte Zelle immer wieder und vermehrt sich unter dem Einfluss von Hormonen und so genannten Wachstumsfaktoren.
Auch beim Gesunden laufen überall im Körper Wachstums- und Schrumpfungsprozesse ab. So vermehren sich im Rahmen der Schwangerschaft und Stillzeit Zellen der Hirnanhangsdrüse, die ein Milchbildungshormon (Prolaktin) in den Blutkreislauf ausschütten; nach dem Abstillen bilden sich diese Zellen wieder zurück.
Die krankhaft veränderten Zellen der Hirnanhangsdrüse unterliegen ebenfalls einer Wachstumskontrolle. Allerdings überwiegen hier die Wachstumsreize ständig gegenüber der Wachstumshemmung. Welche Faktoren an diesem Ungleichgewicht beteiligt sind und welcher "Wachstumscocktail" z. B. für die Entstehung eines Tumors bei Akromegalie verantwortlich ist, wird intensiv erforscht.
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