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Behandlung mit Medikamenten
Etwa 40 Prozent der Patienten mit Akromegalie sind nach einer Operation des Hypophysentumors nicht geheilt. Um die Erkrankung dennoch erfolgreich zu behandeln, steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung. Einige zielen darauf ab, die Bildung von Wachstumshormon durch den Hypophysentumor einzudämmen, andere blockieren direkt die für den Körper schädliche Wirkung des Wachstumshormonüberschusses.
Dopaminagonisten
So werden Medikamente bezeichnet, die dem normalerweise im Gehirn gebildeten Botenstoff Dopamin ähneln. Einige Hypophysentumore sprechen auf eine Behandlung mit Dopaminagonisten an und beginnen weniger Wachstumshormon zu bilden. Bei rund 30 Prozent der Patienten lässt sich so das Wachstumshormon in den Normalbereich senken. Am häufigsten wird heutzutage vor allem aufgrund seiner sehr guten Wirksamkeit und langen Wirkdauer der Dopaminagonist Cabergolin verschrieben.
Somatostatinanaloga
Diese Arzneimittel ähneln dem Somatostatin, einem körpereigenen Hormon aus dem Hypothalamus. Somatostatinanaloga hemmen wie Somatostatin selbst die Bildung von Wachstumshormon in der Hirnanhangsdrüse. Bei etwa 65 Prozent der operierten Patienten lässt sich mit Somatostatinanaloga der Wachstumshormonspiegel in den Normalbereich senken.

Der Tumor bildet zu viel Wachstumshormon (blaue Korken).

Nach Injektion des Medikaments bildet der Tumor weniger Wachstumshormon.
Kurz wirksame Präparate müssen 2- bis 4-mal täglich gespritzt werden, Depotformen in der Regel monatlich.
Wachstumshormonrezeptor-Antagonisten
Die Entwicklung der als Wachstumshormonrezeptor-Antagonisten bezeichneten Medikamentenklasse bedeutet einen Fortschritt in der Behandlung der Akromegalie. Solche Arzneimittel hindern Wachstumshormon daran, all seine vielfältigen Wirkungen zu entfalten, indem sie das Hormon von seinen Andockstellen (Rezeptoren) an den Körperzellen verdrängen. Wachstumshormonrezeptor-Antagonisten senken so folglich auch die bei Akromegalie erhöhten IGF-I-Werte. [weiter]

Der Antagonist (Dreiecke) besetzt die Andockstellen (Rezeptoren) für Wachstumshormon (blaue Korken).

Die Rezeptoren sind blockiert, die Wirkungen von Wachstumshormon überall im Körper werden unterdrückt.