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Die Operation

Bei fast allen Patienten mit Akromegalie wird der Wachstumshormon-bildende Tumor zunächst von einem Neurochirurgen entfernt. Der Eingriff erfolgt über die Nase und die Keilbeinhöhle in Vollnarkose.

So wird der Hypophysentumor entfernt

Illustration: Entfernung des Hypophysentumors mit einem speziellen Operationsinstrument über Nase und KeilbeinhöhleDer Neurochirurg arbeitet mit einem Mikroskop, das ihm ein genaues Bild des Operationsfeldes gibt. Mit einem speziellen mikrochirurgischen Instrument kann er selbst verzweigte und eingewachsene Tumore präzise entfernen.
Das kleine Loch der Hirnhaut, das durch den Eingriff entsteht, wird mit einem Stückchen Muskelhaut gedeckt, die dem Oberschenkel entnommen wird.

Die meisten Patienten können schon am Tag nach der Operation aufstehen und sind nach sieben Tagen wieder zu Hause. Narben bleiben nicht zurück.

Nach der Operation

Die Funktionen der Hirnanhangsdrüse werden durch die Operation in der Regel nicht beeinträchtigt. Allerdings sollten die Patienten in regelmäßigen Abständen - mindestens einmal jährlich - den Endokrinologen aufzusuchen, um ein erneutes Tumorwachstum auszuschließen.

Wenige Patienten entwickeln kurze Zeit nach der Operation einen "Diabetes insipidus". Dies hat nichts mit der Zuckerkrankheit ("Diabetes mellitus") zu tun; sondern mit dem Fehlen eines Hormons, das den Wasserhaushalt reguliert. Die Folge ist eine übermäßige Wasserausscheidung und ein starkes Durstgefühl. Meist verschwindet der Diabetes insipidus nach wenigen Tagen wieder.

Heilungschancen

Die Chance auf Heilung durch die Operation hängt vor allem von der Größe des Hypophysentumors und der Erfahrung des Neurochirurgen ab. Von Heilung sprechen Ärzte im Allgemeinen, wenn das IGF-I im Blut dauerhaft normal bleibt.

Illustration veranschaulicht Heilungschance von mehr als 90 Prozent bei einer Tumorgröße unter 1 Zentimeter und Heilungschance von etwa 40 Prozent bei einer Tumorgröße über 1 Zentimeter.Für Patienten, deren Wachstumshormon-Spiegel sich durch eine Operation nicht ausreichend senken lassen, kommt eine Behandlung mit Medikamenten und/oder die Strahlentherapie in Betracht. Auch eine Zweitoperation kann bei einigen Patienten sinnvoll sein.