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Wie verträglich sind Medikamente gegen Akromegalie?
Medikamente zur Behandlung der Akromegalie sind nicht nur unterschiedlich wirksam, sie werden auch unterschiedlich gut vertragen.
Die ältesten Substanzen, die Dopaminagonisten, sind im Vergleich zu den anderen Akromegalie-Medikamenten mit den meisten Nebenwirkungen behaftet. Bei Somatostatinanaloga ist vor allem das mögliche Auftreten von Gallensteinen problematisch; beim Wachstumshormonrezeptor-Antagonisten kann es insbesondere zu örtlich begrenzten Reaktionen an der Einstichstelle kommen.
Dopaminagonisten
Diese Medikamente haben unter den Medikamenten zur Behandlung der Akromegalie die höchste Nebenwirkungsrate. Die Einnahme von Dopaminagonisten geht häufig mit Übelkeit und Schwindel als Folge von Blutdruckabfällen einher. Sie sind etwas besser verträglich, wenn die Dosierung sehr langsam und schrittweise auf die beabsichtigte Dosis erhöht wird.
Somatostatinanaloga
Nebenwirkungen sind vor allem Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Zu Beginn der Behandlung kommt es meist vorübergehend zu fettigen Stühlen, da die Substanzen auch die Funktion der Bauchspeicheldrüse etwas hemmen.
Als Komplikation können Gallengrieß oder Gallensteine auftreten, Reaktionen an der Einstichstelle kommen ebenfalls vor.
Wachstumshormonrezeptor-Antagonist
In den klinischen Studien traten nur wenige schwerwiegende oder lang dauernde Nebenwirkungen auf. Die am häufigsten angegebenen Nebenwirkungen waren Reaktionen an der Injektionsstelle, Schwitzen, Kopfschmerzen und Kraftlosigkeit. Gelegentlich kann es zu Abweichungen bei Leberfunktionstests kommen.
Die neueren Medikamente werden insgesamt recht gut vertragen. Gerade im Hinblick auf Gallengrieß oder Gallensteine, an denen ja viele vor allem ältere Menschen leiden, muss im Verlauf der Behandlung mit Somatostatinanaloga eine Ultraschallkontrolle durchgeführt werden.