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Gesichtsfeldausmessung
Mit der Untersuchung des Gesichtsfelds (Perimetrie) kann der Augenarzt feststellen, ob durch das Wachstum des Tumors bereits eine Schädigung der Sehnerven eingetreten ist.
Wie
kommt es zu Sehstörungen?
Die beiden von den Augen kommenden Sehnerven kreuzen sich direkt oberhalb der Hirnanhangsdrüse, von wo aus sie weiter in den Bereich des hinteren Gehirnlappens ziehen. Nimmt ein Hypophysentumor an Größe zu, kann er auf die Sehnerven drücken. Die Folge ist eine Schädigung der Sehnerven, die sich zunächst als eine Einschränkung des Sehfeldes äußert, später kann auch die Sehschärfe beeinträchtigt sein.
Untersuchungsablauf
Die Gesichtsfeldausmessung untersucht, wie viel der Patient mit unbewegtem Auge gleichzeitig visuell im Raum wahrnehmen kann. Dabei muss er seinen Blick auf einen festen Punkt richten und darf die Augen nicht bewegen. Nun werden Lichtpunkte in das Gesichtsfeld projiziert, die der Patient erkennen muss. Die Auswertung erfolgt in der Regel mit einem Computer.
Typischer Befund

Der Druck des Hypophysentumors auf die Sehnerven führt typischerweise zu einer Einschränkung des Sehfeldes auf beiden Seiten. Ärzte sprechen auch von einem "Scheuklappen-Phänomen", da Pferde ein ähnlich eingeschränktes Gesichtsfeld haben, wenn sie Scheuklappen tragen.
Beispiel eines eingeschränkten Gesichtsfelds infolge eines Hypophysentumors. Der Patient sieht die schwarz dargestellten Flächen nicht.